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Tipps für Anfänger [Psychodrama-Wiki]

Tipps für Anfänger

Bauen Sie Psychodramatische Elemente in Ihre Praxis ein!

Orientieren Sie sich nicht am »großen Psychodrama« der Weiterbildungsgruppen! Bleiben Sie bei Ihrer gewohnten Praxis und konzentrieren Sie sich auf kleine Elemente: Vignetten und szenische Verdeutlichungen. Auch Tischinszenierungen sind zu Beginn sehr nützlich, um Regieführung und Überblick zu üben.

Entwickeln Sie eigene »Standardelemente«

Entwickeln Sie in Ihrer alltäglichen Praxis szenische Standardelemente und Routinen, etwa indem Sie im Rahmen Ihrer Anamnesen die persönliche Beziehungslandschaft (»Soziales Atom«) Ihrer Klientinnen und Klienten erheben, oder indem Sie Ihre Klienten bitten, Gesprächspartner und Bezugspersonen nicht gesprächsweise zu beschreiben, sondern kurz ihre Rolle einzunehmen und sich von Ihnen interviewen zu lassen. Gut handzuhaben ist auch die Umwandlung von Körpersprache in klare Beziehungsbotschaften.

Achten Sie auf den »psychodramatischen Imperativ«

Im Psychodrama geht es darum, dass der Protagonist im Rahmen einer Rolle in Interaktion mit anderen Rollen geht. Dies gelingt am besten durch klare Interaktionsanweisungen (»Psychodramatischer Imperativ«): „Herr X, sprechen Sie zu Frau Y!“. „Herr Müller, zeigen Sie Ihrem Chef einmal, was Sie von ihm halten!“. (Hierbei ist natürlich wichtig, keine inhaltlichen Vorgaben zu machen.) Ein Gespräch zwischen Regisseurin und Protagonistin sollte nur auf der Metaebene (Bühnenrand) oder im Rahmen eines Interviews zur Rolleneinführung stattfinden.

Sollten Sie also merken, dass Sie als Regisseurin in einen längeren Dialog mit Ihrem Protagonisten geraten, so prüfen Sie:

  • Besprechen Sie mit Ihrem Protagonisten etwas, was eigentlich zur Meta-Ebene gehört? Also Erläuterungen, wie die Szene gespielt werden sollte; genauere Erklärungen zur Szene etc. Dann holen Sie den Protagonisten aus der Rolle und treten mit ihm gemeinsam an den Bühnenrand, klären die Angelegenheit und lassen ihn dann in seine Rolle in der Szene zurückkehren.
  • Teilt der Protagonist Ihnen etwas mit, was eigentlich eine Botschaft an eine der anderen Rollen darstellt – z.B. Gefühle, insbesondere Hemmungen, oder Rechtfertigungen etc. Dann fordern Sie den Protagonisten auf, dies direkt zur antagonistischen Rolle zu sagen.
  • Befinden Sie sich in der Phase einer Rolleneinführung und braucht ihr Protagonist eine besonders intensive Erwärmung für die Rolle? Dann fahren Sie fort und achten dabei besonders auf die physischen und psychischen Aspekte der Rolle.
  • Erforscht sich Ihr Protagonist gerade mittels eines psychodramatischen Monologs (Soliloquy, Zur-Seite-Sprechen) selbst? Dann halten Sie sich in Ihren Äußerungen zurück und paraphrasieren nur gelegentlich, um den Monolog in Gang zu halten.

Halten Sie den Auftrag im Bewußtsein

Zu Beginn einer psychodramatischen Inszenierung steht die Auftragsklärung, in der Regel geht es dabei um die Erkundung bestimmter zwischenmenschlicher oder innerpsychischer Dynamiken. Im Verlauf einer psychodramatischen Inszenierung besteht dann immer die Gefahr, dass die Beteiligten – Protagonistin, regieführende BeraterIn, Mitspieler – diesen Auftrag aus dem Auge verlieren. Die intensiven emotionalen Prozesse, mit denen eine psychodramatische Inszenierung meist verbunden ist, lenken leicht vom Anliegen ab, ebenso wie die Schutzmechanismen aller Beteiligten (»Abwehrmechanismen«; »Widerstände«) oder plötzlich auftretende neue Informationen.

Daher ist es für eine regieführende TherapeutIn wichtig, immer wieder dafür zu sorgen, dass allen Beteiligten bewußt bleibt, dass sie bei einer gemeinsamen Produktion mitwirken, bei der es um das anfangs vereinbarte Anliegen der ProtagonistIn geht. Dies geschieht am einfachsten, indem der Protagonist immer wieder – z.B. nach dem Durchspielen einer Handlungsepisode oder anlässlich eines Rollenwechsels/Rollentauschs – kurz aus der Szene heraustritt auf und sich in dieser Metaperspektive am Bühnenrand neu orientiert, evtl. auch durch einen kleinen Dialog mit der regieführenden BeraterIn.

Balancieren Sie Ratio und Emotion miteinander aus

Psychodrama ist ein Verfahren, dass mit ausgesprochen starken emotionalen Prozessen verbunden sein kann – und ja meist auch ist. Es darf darüber aber nicht vergessen werden, dass diese intensiven emotionalen Prozesse „nur“ Begleiterscheinungen der Kommunikations-, Erkenntnis- und Veränderungsprozesse sind, um die es eigentlich geht. „Psychodrama steht durchaus in der Gefahr, zu viel Katharsis bei zu wenig kognitiver Umstrukturierung zu bieten.“ 1).

Das Aus- und Durchleben intensiver Gefühle ist immer nur ein erster Schritt im Prozess der Veränderung. Diesen erste Schritt gilt es zwar sorgfältig zu tun - durch „vervollständigendes“ Ausleben des Gefühls und die Klärung seiner „Botschaft“ (interaktionell an die Beziehungspartner in der Umwelt, introspektiv an die eigene Person) – genauso wichtig sind aber die weiteren Schritte: eine Steigerung der emotionalen Kompetenz, die es den Protagonisten möglich macht, das Ausleben solch intensiver Gefühle gesteuert zu gestalten. Und das bei gleichzeitiger Empathie für die Wirkung der Gefühlsbotschaften bei den Interaktionspartnern, weshalb ein Rollentausch zu jedem kathartischen Erleben gehören sollte.

Aus diesem Grund sollte am Ende einer psychodramatischen Inszenierung auch nicht die Frage stehen: „Wie geht es Ihnen jetzt ?“ oder „Wie war das für Sie ?“ sondern „Welche Erkenntnis nehmen Sie mit, was war neu für Sie ?“, „Was ist Ihnen deutlich geworden?“ oder „Welche Konsequenzen wollen Sie aus diesem Spiel ziehen?“

1) Kruse, Otto (1997): Psychodrama und emotionale Veränderung. In: Buer (Hg.): Jahrbuch für Psychodrama, psychosoziale Praxis & Gesellschaftspolitik 1996. Solingen: Leske & Budrich 1997: 53-74

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psychodrama/aus_der_praxis/tipps_fuer_anfaenger.txt · Zuletzt geändert: 2010/10/17 11:31 von ulf
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